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26. Femizid seit Anfang des Jahres bringt tausende Menschen auf die Straße

Etwa zwei Wochen nach dem letzten Femizid in Rumänien hat ein weiterer Mann seine schwangere Partnerin, eine Mutter von zwei Kindern, vor den Augen ihrer Familie getötet.

Foto: pixabay.com
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, 19.06.2025, 13:39

.Es handelt sich um den 26. Fall von Femizid seit Anfang des Jahres und bedeutet, dass jede Woche eine Frau in Rumänien getötet wird. Es bedeutet auch, dass Gewalt gegen Frauen von denen, die sie schützen sollen, nicht ausreichend sanktioniert, vielmehr sogar toleriert wird – sagen Vertreter des Filia-Zentrums, das am Mittwochabend eine neue Großdemonstration vor der Regierung organisiert hat, um einen echten Schutz für Frauen zu fordern. Das war bereits die zweite Protestaktion dieser Art seit Anfang des Jahres. Etwa tausend Menschen waren am Mittwoch auf der Demo, gegenüber fünftausend, Anfang des Jahres. Jedes Mal forderten sie echte Maßnahmen für die Sicherheit von Frauen und dass diese Verbrechen nicht länger als Statistiken, sondern als nationale Notfälle behandelt werden sollten.

 

Die Demonstranten verlangten, dass die Gesetze unabhängig von der Form der Gewalt durchgesetzt werden, dass in allen Fällen häuslicher Gewalt eine Risikobewertung obligatorisch ist und dass für die Opferhilfe eine echte und angemessene Finanzierung bereitgestellt wird. Außerdem forderten sie eine kontinuierliche und obligatorische Schulung von Polizei, Staatsanwälten, Richtern, Gesundheitsfachkräften und Sozialarbeitern auf dem Gebiet der geschlechtsspezifischen Gewalt, zentrale und transparente Daten über Femizide und alle Formen der geschlechtsspezifischen Gewalt sowie echte Präventionsmechanismen. Die verpflichteten Behörden müssen zudem sicherstellen, dass Fälle von geschlechtsspezifischer Gewalt innerhalb eines angemessenen Zeitraums untersucht und gelöst werden.

 

 

In den zwei Wochen zwischen den beiden Morden sind keine Entscheidungen getroffen worden. Am Mittwochabend forderte Präsident Nicușor Dan die zuständigen Behörden auf, jeden Fall von häuslicher Gewalt mit größter Ernsthaftigkeit zu behandeln, und erklärte, dass er mit der künftigen Regierung zusammenarbeiten werde, um ein Paket konkreter Maßnahmen zu schnüren, die einen echten Schutz der Opfer und die Prävention von geschlechtsspezifischer Gewalt gewährleisten. Das Staatsoberhaupt bekundete seine volle Solidarität mit den Protestteilnehmern.

 

 

„Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Stimmen der Opfer gehört werden und dass die öffentliche Politik auf den schmerzlichen Realitäten aufbaut, mit denen sie täglich konfrontiert sind“, sagte Nicușor Dan. Gabriela Firea, Mitglied des Ausschusses für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter im Europäischen Parlament, schlägt ihrerseits die dringende Umsetzung einer Reihe von Maßnahmen vor, um den Schutz von Frauen zu gewährleisten. Abgeordnete und Senatoren der Sozialdemokratischen Partei kündigten eine Gesetzesinitiative an, die darauf abzielt, den gesetzlichen Rahmen zur Verhinderung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen zu verbessern, indem der Straftatbestand Femizid als eigenständiger Straftatbestand in das Strafgesetzbuch aufgenommen wird.

 

 

„Das rumänische Patriarchat bringt seine tiefe Besorgnis über diese Phänomene zum Ausdruck, die die Würde des Menschen und die Einheit der Familien ernsthaft beeinträchtigen. Jede Form von Gewalt ist mit der christlichen Lehre unvereinbar, und alle Formen des Missbrauchs schädigen nicht nur den Körper, sondern auch die Seele der angegriffenen Person und verursachen ein Trauma, das auf Dauer nur schwer zu heilen ist“, so das rumänische Patriarchat der Rumänischen Orthodoxen Kirche dazu.

 

 

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