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Nachrichten 26.09.2025

Die wichtigsten Meldungen des Tages

Nachrichten 26.09.2025
Nachrichten 26.09.2025

, 26.09.2025, 18:19

Der Entwurf der ersten Haushaltskorrektur in diesem Jahr, mit einem Defizitziel von 8,4 % des BIP, wurde heute auf der Website des Finanzministeriums in Bukarest zur öffentlichen Debatte veröffentlicht – teilte der zuständige Minister Alexandru Nazare mit. Er erklärte, dass die neue Mittelzuweisung des Staates alle wesentlichen Bedürfnisse bis zum Jahresende abdecken werde, darunter Ausgaben für Renten, Gehälter und Sozialhilfe. Nach Angaben politischer Quellen soll der größte Betrag dem Finanzministerium zufließen, um zuvor von Rumänien aufgenommene Kredite sowie die entsprechenden Zinsen zu bedienen. Auch das Verkehrsministerium soll Gelder erhalten – zur Finanzierung von Investitionen und zur Begleichung der Rechnungen für Infrastrukturarbeiten bis Jahresende. Mittel gehen zudem an das Entwicklungsministerium – für Investitionen im Rahmen nationaler Programme –, an das Arbeitsministerium – für Sozialhilfe – sowie an das Energieministerium – für die Bezahlung der Lieferanten. Im Entwurf der Haushaltskorrektur ist auch eine Kürzung der Parteienfinanzierung um 10 % vorgesehen. Diese Formel ist jedoch nicht endgültig, da einige Minister unzufrieden sind; die Diskussionen innerhalb der Regierungskoalition über dieses Thema werden zu Beginn der kommenden Woche wieder aufgenommen. Die endgültige Fassung der Haushaltskorrektur soll in einer außerordentlichen Sitzung der Regierung verabschiedet werden.

 

Die Lehrkräfte in Rumänien setzen ihre im Sommer begonnenen Proteste vor dem Bildungs- und Forschungsministerium in Bukarest fort, unzufrieden mit den Sparmaßnahmen der Regierung zur Senkung des Staatsdefizits. Die Lehrer kritisieren die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung, die Zusammenlegung von Schulen, die Verringerung der Zahl der Lehrstellen sowie die Kürzung des Stipendienfonds für Schüler. Sie betonen, dass diese Maßnahmen Auswirkungen auf das gesamte Bildungssystem haben werden. Auch die Nationale Allianz der Studentenorganisationen in Rumänien kündigte an, dass die Studierenden am Montag, zum Beginn des akademischen Jahres, vor dem Regierungssitz sowie in mehreren Universitätszentren des Landes protestieren werden. „Wir erwarten, dass die gesamte Studierendengemeinschaft auf die Straße geht, um sich einer Regierungsführung zu widersetzen, die ohne Zusammenarbeit agiert und die Investition und Unterstützung in die Zukunft des Landes nicht priorisiert“, erklärten die Vertreter der Studenten.

 

Die Präsidentin der Republik Moldau, Maia Sandu, hat der Bevölkerung am Freitag eine letzte Botschaft vor den Parlamentswahlen am Sonntag übermittelt – mit dem klaren Appell, zur Wahl zu gehen. „Gute Dinge entstehen nur langsam, über Jahrzehnte hinweg. Schlechte Dinge können uns über Nacht treffen. Unsere Taten – und Untätigkeiten – haben immer Konsequenzen“, sagte Sandu. „Gehen Sie wählen – für sich selbst und für Moldau.“ Unterdessen hat die Europäische Union am Donnerstag vor einer beispiellosen Desinformationskampagne gewarnt, die – so der Vorwurf – von Russland im Vorfeld der Wahlen am 28. September gesteuert wird. „Es ist nicht das erste Mal, dass Russland klassische Manipulations- und Desinformationsstrategien einsetzt – aber diesmal geht es deutlich weiter“, erklärte EU-Kommissionssprecherin Anitta Hipper. Die Abstimmung am Sonntag gilt als richtungsweisend für die Zukunft der mehrheitlich rumänischsprachigen Ex-Sowjetrepublik mit rund 2,5 Millionen Einwohnern. Moldau erlangte 1991 seine Unabhängigkeit – und steht heute zwischen dem Weg in die Europäische Union, dessen Beitrittskandidat es ist, und einer möglichen Rückkehr unter russischen Einfluss. In Rumänien können moldauische Staatsbürger am Sonntag in einem der 23 eingerichteten Wahllokale ihre Stimme abgeben.

 

Rumänien hat heute bei den Ruder-Weltmeisterschaften in Shanghai (China) weitere Medaillen gewonnen. Das Damen-Vierer-ohne Steuerfrau mit Ancuţa Bodnar, Geanina Juncănariu, Adriana Adam und Amalia Bereş holte Silber. Das Boot war dicht hinter der führenden US-Mannschaft, Neuseeland belegte Platz drei. Ebenfalls Silber gewannen die Ruderer des Herren-Vierer-ohne Steuermann – Ştefan Berariu, Sergiu Bejan, Andrei Mândrilă und Ciprian Tudosă. Sie wurden von Großbritannien geschlagen. Die Niederlande komplettierten das Podium. Bereits am Donnerstag hatte Rumänien Gold im Damen-Zweier-ohne Steuerfrau und Silber im Herren-Zweier-ohne Steuermann gewonnen. Rumänien nimmt mit 12 Booten an den Weltmeisterschaften in Shanghai teil, die vom 21. bis 28. September ausgetragen werden, darunter auch in den erstmals ins Programm aufgenommenen Wettbewerben Mixed-Doppelzweier und Achter mit Steuermann.

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